Aline Fiedler Mein Sueden

Mein Süden

Im Dresdner Süden ist meine Heimat, hier bin ich geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen. An der TU Dresden absolvierte ich mein Studium, in der Auferstehungskirche wurde ich konfirmiert. Auch meine Familie und viele meiner Freunde haben hier ihr Zuhause. Sie sind mein Rückhalt und geben mir die Kraft für meine Arbeit.

Wo immer es mir möglich ist, nehme ich Anteil an der Entwicklung und Gestaltung meines Wahlkreises. Deshalb sind mir die Gespräche mit Ihnen sehr wichtig: Sie zeigen mir, ob ich auf dem richtigen Weg bin oder geben mir wichtige Hinweise und wertvolle Anregungen für meine politische Arbeit. Gemeinsam mit Ihnen möchte ich die Potentiale unseres Dresdner Südens nutzen und diese schöne Ecke Dresdens weiter voran bringen. Dafür steht Ihnen auch mein Bürgerbüro in der Chemnitzer Straße 115 offen.

Der Wahlkreis 43 (Dresden 3) umfasst den Dresdner Süden und besteht aus folgenden Stadtteilen:

Plauen, Coschütz, Kaitz, Kleinpestitz, Räcknitz, Gostritz, Reick, Südvorstadt, Gittersee, Mockritz, Zschertnitz, Leubnitz-Neuostra, Torna, Lockwitz und Nickern.

Ich möchte Ihnen die einzelnen Stadtteile gerne kurz vorstellen, dabei auf die aktuelle Entwicklungen eingehen und einige meiner Lieblingsplätze zeigen.

Plauen
In Dresden-Plauen bin ich geboren, aufgewachsen, zur Schule gegangen und auf der Chemnitzer Straße 115 befindet sich mein Bürgerbüro.

Meine liebsten Plätze hier sind der Hohe Stein, der Fichtepark und die Bienertmühle sowie - vor seiner Schließung - das ehemalige „Paul Rackwitz“, eine gemütliche Kneipe am Plauenschen Ring.

Als Mitglied im Verein „Mensch Plauen“ engagiere ich mich dafür, dass Plauens Attraktivität und Vielfältigkeit weiterentwickelt wird. Der Verein organisiert beispielsweise das jährliche Stadtteilfest am Müllerbrunnen oder das Turmblasen am ersten Advent am Hohen Stein. In diesem Zusammenhang entstand auch die neue Dauerausstellung in der Hofmühle zum Thema: „1852-1872: Das Wirken der Familie Bienert in Dresden-Plauen“.

Plauen wurde erstmals 1206 als „Plawen“ erwähnt. Dieser Name stammt vom slawischen „plawat“ und bedeutet soviel wie „schwimmen, flößen“. Diese Namensgebung kommt wohl von der einstigen Holzflößerei auf der Weißeritz.

Der Plauensche Grund war bereits im Mittelalter Standort mehrerer Wassermühlen und später ein großer Anziehungspunkt für die Künstler der Romantik, wie Carl Gustav Carus und Caspar David Friedrich.

Das Rathaus Plauen, in dem sich heute das Ortsamt befindet, wurde 1893/94 am Rande des früheren Dorfplatzes im Stil der Neorenaissance errichtet, auf einem Grundstück, das der Mühlenbesitzer Gottlieb Traugott Bienert der Gemeinde kostenlos zur Verfügung stellte. Er finanzierte auch 1874 die erste Gas-Straßenbeleuchtung und war der wichtigste Förderer des Ortes. Aus Anlass seines 200. Geburtstages wurde im Jahr 2013 mit zahlreichen Veranstaltungen seines umfangreichen Wirkens gedacht.

Plauen wurde am 1. Januar 1903 in die Stadt Dresden eingemeindet. Der wichtige Gewerbestandort war auch ein wohlhabender Wohnvorort Dresdens, der sich durch eine offene Villenbebauung auszeichnete.

Heute ist der Stadtteil noch immer sehr beliebt und wird von der Nähe zur Technischen Universität geprägt. Es gibt das Gymnasium Dresden-Plauen, das sich in dem repräsentativen Bau des ehemaligen Königlichen Lehrerseminars Plauen (Eröffnung 1896) auf der Kantstraße befindet und in dem ich 1995 mein Abitur ablegte und welches in den nächsten Jahren saniert werden soll.

Im Jahr 2008 und 2012 wurde die Bibliothek am Müllerbrunnen zur Bibliothek der Jahres gewählt.

Coschütz

Dieser Stadtteil wurde erstmals 1284 genannt und entstand, wie die meisten Dörfer im südlichen Stadtgebiet, als slawischer Rundweiler. Bis heute sind in Altcoschütz noch zahlreiche Gehöfte des 18. und 19. Jahrhunderts erhalten geblieben. Der Coschützer Dorfkern zählt sicher mit zu den schönsten Plätzen Dresdens.

Auf der Coschützer Flur befindet sich die sogenannte „Heidenschanze“. Diese wurde bereits in der Bronzezeit bewohnt und ist einer der ältesten nachgewiesenen Siedlungsplätze der Stadt.

Coschütz gehört seit 1921 zur Landeshauptstadt. Bedeutende Bauten im Stadtteil sind das 1902/03 erbaute Coschützer Rathaus sowie das Coschützer Wasserwerk (1947 vollendet), das heute einen Großteil der Dresdner Bevölkerung mit Trinkwasser aus den Talsperren Klingenberg und Lehnmühle im Erzgebirge versorgt. Die Autobahn zwischen Plauenschem Grund und Kaitzbachtal führt an der Stelle unterirdisch durch einen Autobahntunnel der A 17.

Beliebt und über die Stadtteilgrenzen hinaus bekannt ist die Eisdiele an der Karlsruher Straße.

Kaitz

Im Jahr 1206 wurde Kaitz erstmals als „Kiz“ (altsorbisch: Haus, Hütte) erwähnt und war ein Bauernweiler, der sich zu beiden Seiten des Kaitzbachtales erstreckte. An den Hängen desselben lagen Weinberge, an die noch ein altes Winzerhaus von 1686 erinnert. Kaitz wurde 1921 in Dresden eingemeindet.

Im November 2008 eröffnete das bekannte Café Weinberg wieder seine Pforten, das unter Denkmalschutz steht und im Stil der 20er Jahre eingerichtet ist.

Seit dem 4. November 2011 können sich die Kaitzer gemeinsam mit den Schülern und Lehrern der 71. Grundschule über die Fertigstellung ihrer Turnhalle freuen. Bisher hatte die Grundschule ‚Am Kaitzbach‘ keine eigene Turnhalle. Lang wurde das Bauwerk herbeigesehnt; aus finanziellen Gründen aber immer wieder verschoben. Schließlich konnten Gelder aus Mitteln des Konjunkturpakets II bereitgestellt werden. Auch die Schulgemeinschaft brachte sich ein: Mit Hilfe von Sponsoren wurde ein Rollrasen finanziert. So sind in gemeinsamer Anstrengung von Bund, Land, Stadt und Schule Halle, Schulhof mit Spielgeräten und eine Sportfreifläche entstanden. Neben dem Schulsport, ist eine Nutzung auch durch Vereine oder als Aula möglich. Die neue Turnhalle hat eine Kapazität von 800 Personen und steht somit auch für Schulfeste, Schuleinführungen und andere Veranstaltungen, beispielsweise organisiert vom ortsansässigen Geschichtsverein zur Verfügung.

Kleinpestitz

Der Dorfkern von Kleinpestitz liegt oberhalb des Kaitzbachtales nur 400 Meter von Altmockritz entfernt. Er gehört zu den kleinsten im Dresdner Stadtgebiet.

„Pestewicz“ (abgeleitet vom slawischen Ortsgründer Pest) wurde 1370 erstmals erwähnt. Bis heute sind im Ortskern einige historische Gebäude erhalten geblieben. Historisch interessant ist das Gehöft Altpestitz Nr. 5, ein ehemaliges Gut, in dem während der Schlacht von Dresden 1813 der schwer verwundete General Moreau medizinisch versorgt wurde. 1921 wurde Kleinpestitz eingemeindet.

Räcknitz

Räcknitz entstand als markgräfliches Herrengut im Mittelalter und wurde im Jahr 1305 erstmals erwähnt.

Das bedeutendste Ereignis der Ortsgeschichte ist die Schlacht bei Dresden am 26./27. August 1813, das letzte große Gefecht der Napoleonischen Kriege vor der Völkerschlacht, die sich zum Großteil auf der Räcknitzhöhe abspielte. Daran erinnern heute noch das Moreaudenkmal und ein Gedenkstein in Alträcknitz.

Die bereits im Mittelalter wichtige Verbindungsstraße ins Erzgebirge, die heutige Bergstraße, führte am Dorfkern vorbei. 1898 wurde zwischen Räcknitz und Zschertnitz ein Hochbehälter für die Wasserversorgung angelegt, zum Schutz dieser Anlage entstand der heute noch vorhandene Volkspark Räcknitz. Zum Ortsbild von Räcknitz gehören neben den Gebäuden der Technischen Universität auch das 1980 errichtete Neubauviertel Räcknitzhöhe.

Durch die Initiative des 2004 von Architekturstudenten gegründeten Vereins Bismarckturm Dresden konnte im August 2008 nach vierjähriger Sanierung die 1906 erbaute Bismarcksäule wieder eingeweiht werden, die einen wunderbaren Ausblick über das Dresdner Stadtgebiet ermöglicht. Eine Turmbesteigung ist Donnerstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr möglich.

Gostritz

Auch Gostritz ist slawischen Ursprungs und wurde im Jahr 1378 erstmals urkundlich erwähnt. Es entstand am Hang des Nöthnitzbachtales und gehörte lange verschiedenen Adelsfamilien. 1813 bei den Kämpfen um Dresden beschädigt, konnte es sein ländliches Bild bewahren. Sehenswert ist Altgostritz mit seinen beeindruckenden Hofeinfahrten.

Reick

Reick wurde um das 11. Jahrhundert von slawischen Siedlern angelegt und erstmals 1288 urkundlich erwähnt. Der Ortsname stammt vom altsorbischen „Ry“ (Graben). Das Dorf wurde mehrfach von Katastrophen heimgesucht: Im Jahr 1677 von einem schweren Hochwasser, 1632 und 1714 von Pestepidemien und 1790 von einem großen Dorfbrand, von dem heute noch eine Gedenktafel in Altreick zeugt.

Durch den Bau der Bahnlinie Dresden-Pirna wandelte sich Reick vom Bauerndorf zum Wohn- und Industrievorort von Dresden.

Im Gebäude der ehemaligen Volksschule auf der Reicker Str. 89 hat seit April 2007 die Dresdner Niederlassung der Heilsarmee ihr Domizil, die sich vor allem um die Betreuung sozial benachteiligter Menschen kümmert.

Südvorstadt

Dieser Stadtteil ist geschichtlich geprägt durch den am Fuße des Anstiegs der südlichen Elbtalhänge verlaufenden Zelleschen Weg. Er verband früher das Kloster Altzella mit dem Leubnitzer Klosterhof. Noch heute erinnern die Straßennamen Zellescher Weg und Altenzeller Straße an diese Zusammenhänge. Besiedelt wurde die Gegend erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts. Während der Napoleonischen Kriege war die heutige Südvorstadt Schauplatz von Kampfhandlungen. Das dabei schwer beschädigte Vorwerk Feldschlößchen konnte 1819 wieder aufgebaut werden und war 1846 Ursprung der Feldschlößchenbrauerei.1890 erhielt der Stadtteil offiziell den Namen Südvorstadt.

Die großen Baulücken, die die Bombardierung Dresdens 1945 hinterlassen hatten konnten erst nach 1990 geschlossen werden, z. B. im Gebiet um die Lukaskirche („Lukas-Areal“) und auch auf Einzelgrundstücken um den Beutlerpark sowie auf der Semperstraße. Die Lukaskirche ist wegen ihrer exzellenten Akustik häufig Aufnahmeort für Musikeinspielungen. Durch die Initiative der Kirche konnte 2010 auch eine neue Kindertagesstätte eingeweiht werden. An der Strehlener Straße/Ecke Franklinstraße wurde im Oktober 2012 die 15 Millionen Euro teure moderne Feuerwache eröffnet.

Im Eiscafe Jähnig am Beutlerpark gab es früher bei guten Zensuren einen leckeren Eisbecher und noch immer übt dieser Ort eine ungeheure Anziehung auf mich aus.

Auf dem Gebiet der Südvorstadt befindet sich die Technische Universität Dresden, als Technische Bildungsanstalt 1828 gegründet und seit 2012 Exzellenzuniversität. Ein weiterer Wissenschaftsstandort im Stadtteil ist die 1875 erbaute Technische Hochschule am Friedrich-List-Platz, heute Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) mit 3.500 Studenten. Hier befinden sich auch viele Studentenwohnheime, die Stück für Stück durch das Studentenwerk renoviert und auf den neuesten Stand gebracht werden. Von den ca. 43.000 Studenten in Dresden wohnen allein 6.000 in diesen Wohnheimen, die zu günstigen Konditionen vermietet werden.

Gittersee

Gittersee wurde 1349 erstmals urkundlich erwähnt. Um 1800 wurden Steinkohlevorkommen entdeckt, so dass sich der Ort vom Bauerndorf zur Bergarbeitergemeinde wandelte. Der Steinkohle-Bergbau prägte von da an den Ort, es gab drei größere Schachtanlagen. Zum Transport der Kohle entstand 1857 die Windbergbahn genannte Kohlenbahn, deren Station Obergittersee als Museumsbahnhof erhalten wird.

1945 erfolgte die Eingemeindung in die Stadt Dresden. Gut in Erinnerung sind auch die dramatischen Ereignisse der Jahre 1988/89. Damals kamen die Pläne der DDR-Staatsmacht an die Öffentlichkeit, die vorsahen, auf dem Gelände des Willi-Agatz-Schachtes ein Reinstsiliziumwerk zu errichten. Wegen der hohen Explosionsgefahr und der damit verbundenen Umweltgefährdung wurde dieses Vorhaben von der Bevölkerung abgelehnt. Unter dem Dach der Kirche entstand eine Protestbewegung engagierter Einwohner. Eine Demonstration gegen das Projekt am 6. August 1989 wurde von der Staatssicherheit gewaltsam aufgelöst. Aufgrund der Proteste und durch die politischen Veränderungen wurde der Beschluss zum Bau im Dezember 1989 aufgehoben.

Zwischen Gittersee und Coschütz entstand Mitte der 90er Jahre ein neues und mit über 40 Firmen sehr erfolgreiches Gewerbegebiet.

Die 80. Grundschule auf der Oskar-Seyffert-Straße wird für über 5 Millionen Euro saniert, umgebaut und erweitert.

Mockritz

Bereits im 7. Jahrhundert waren die Mockritzer Fluren besiedelt, wie zahlreiche archäologische Funde beweisen. Urkundlich wurde der Ort erstmals 1350 als „Mokerus“ (sorbisch: mokry, dt. nass, feucht) erwähnt. Der Ortsname weist auf die sumpfigen Bodenverhältnisse hin. Kern des Ortes war der noch heute gut erhaltene Dorfplatz Altmockritz. Obwohl heute nicht mehr landwirtschaftlich genutzt, konnten viele Gebäude ihr historisches Bild bewahren und stehen unter Denkmalschutz.

Das auch heute sehr beliebte Mockritzer Naturbad geht auf den früheren Münzteich zurück, der 1621 von Kurfürst Johann Georg I. zur Wasserversorgung der Dresdner Münze angelegt wurde. Er wurde vom Kaitzbach gespeist. Das heutige Naturbad wurde 2004 umfassend saniert und bietet an heißen Tagen eine angenehme Abkühlung. Zu jeder Jahreszeit entspannt ein Spaziergang den wunderschön gelegenen Kaitzbach entlang.

Zschertnitz
Im Jahr 1308 wurde Zschertnitz erstmals urkundlich erwähnt. Zschertnitz ist ebenfalls eine slawische Siedlung am Südhang des Elbtales. 1408 gehörte das Vorwerk Zschertnitz der bekannten Familie Münzmeister, welche als Pächter der Freiberger Münze über großen Reichtum verfügten. Hans Münzmeister war zeitweise Bürgermeister von Dresden, heute erinnert die Münzmeisterstraße noch daran. Zschertnitz wurde ab 1880 zum Wohnvorort, der 1902 nach Dresden eingemeindet wurde.

Das aus dem früheren Dorfgasthof hervorgegangene Tanz- und Ballhaus „Paradiesgarten“ wurde weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt und gehörte bis 1945 zu den beliebtesten Dresdner Vergnügungslokalen. Bei den Luftangriffen auf Dresden wurde das Gebäude so schwer beschädigt, dass es im Jahr 1977 abgerissen werden musste.

Der Dorfkern Altzschertnitz wurde 1973/74 vollständig abgebrochen, um einem großen Neubauviertel zu weichen. Nach 1990 wurde an der Räcknitzhöhe ein neuer Einkaufskomplex gebaut, der den Namen des abgerissenen „Paradiesgartens“ übernahm.

Im Stadtviertel befindet sich auch das Vitzthum-Gymnasium an der Paradiesstraße, das derzeit für rund 20 Millionen Euro umfassend zu einem modernen Schulkomplex saniert wird.

Leubnitz-Neuostra

Das Klostergut Leubnitz bildete bis zu seiner Auflösung 1550 ein wichtiges wirtschaftliches Zentrum im Dresdner Elbtal und besaß umfangreiche Grundflächen in zahlreichen Dörfern der Umgebung.

Es wurde 1227 erstmals erwähnt und kam 1288 an das Kloster Altzella bei Nossen. Diesem Gut, Klosterhof genannt, unterstanden die Orte Goppeln, Gostritz, Reick, Strehlen und Torna. Über den Zelleschen Weg wurden die Erträge der Gutswirtschaft ins Mutterkloster Altzella abgeführt. Nach der Säkularisierung entstand hier ein Bauerndorf, dessen Gehöfte bis heute im Dorfkern Altleubnitz erhalten sind. 1898 vereinigten sich Leubnitz und Neuostra, seit 1921 gehört Leubnitz-Neuostra zu Dresden.

Zu den bekannten Wahrzeichen des Stadtteils gehören die um 1250 erbaute Dorfkirche, die sicher zu den schönsten in Dresden zählt sowie der sagenumwobene Heilige Born, der einst der Wasserversorgung des Klosterhofes und später des Dresdner Schlosses diente.

In den Jahren 1976-80 wurden einige Freiflächen mit Wohnblocks bebaut.

Torna

Torna wurde im Jahr 1347 erstmals erwähnt. Der Name ist vom altsorbischen Wort „Torn“ (Dornenstrauch) abgeleitet. Teile des alten Dorfkernes sind noch an der Straße Alttorna und der Tornaer Straße erhalten geblieben, wo sich auch seit 1998 das rustikale Lokal „Zum Stein“ befindet.

Bis heute beliebt ist die Gaststätte „Goldener Stiefel“, die aus einer Schuhmacherei hervorging. Im Jahr 1921 wurde Torna eingemeindet.

Lockwitz

Der aus einer slawischen Siedlung entstandene Ortsteil Lockwitz wurde 1288 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name kommt vom sorbischen „Lucawicz“ und bedeutet „Ort am Wiesenbach“ oder „Ort an der Aue“.

Mit dem Aufblühen der halbindustriellen Mühlenverarbeitung entwickelte sich aus dem Bauerndorf im 19. Jahrhundert ein bürgerlicher Ort. 1930 wurde der Stadtteil nach Dresden eingemeindet.

Seit 2005 führt über das Lockwitztal in etwa 64 Metern Höhe die Lockwitztalbrücke über die Autobahn A17.Die Brücke hat rund 32 Millionen Euro gekostet.

Zum Schutz vor Hochwasser entstand 1927 am Mühlgraben ein vollautomatisches Stauwehr, das heute unter Denkmalschutz steht. In dessen Nähe findet man auch den Lockwitzer Frosch, das Wahrzeichen des Ortes. Nach der Flut von 2002 wurden mit der Erhöhung der Stützmauern und dem Ausbau des Flussbettes bereits einige Maßnahmen zur Verringerung der Gefahr durch den Lockwitzbach ergriffen, weitere Maßnahmen werden mit den Erkenntnissen aus dem Hochwasser 2013 nötig sein.

In der Nähe des Lockwitzer Schlosses hat die 1895 gegründete Freiwillige Feuerwehr ihren heutigen Standort. 2009 wurde das alte Gerätehaus durch eine neue Fahrzeughalle und einen zweigeschossigen Funktionstrakt ersetzt. Zusammen mit 21 anderen freiwilligen Stadteilfeuerwehren unterstützt sie die Kameraden der fünf Berufsfeuerwehren Dresdens.

Nickern

Die Besiedlung des Dresdener Elbtals begann wahrscheinlich bereits im 5. Jahrtausend vor Christus in der Gegend um Nickern. Darauf weisen die ehemaligen Kreisgrabenanlagen hin, die sich im Bereich des Gebergrundes befinden. Erste urkundliche Erwähnung findet die Siedlung Nickern 1288. Das benachbarte Rittergut Oberlockwitz und der kleine Ort aus einigen Bauernhöfen, die sich um eine Wasserburg scharten, waren zu dieser Zeit eng verbunden. Erst 1681 wurden die Rittergüter Oberlockwitz und Nickern getrennt. Aus der Burg entstand das Nickerner Schloss. Nach der Eingemeindung nach Lockwitz im Jahre 1923 kamen beide 1930 als Stadtteil zu Dresden.

Die heute denkmalgeschützte ehemalige Luftwaffenkaserne wurde in den letzten Jahren renoviert und zu Wohnungen umgestaltet. Das angrenzende Neubaugebiet mit vielen Einfamilienhäusern erstreckt sich mittlerweile bis nach Lockwitz.

Schloss Nickern wurde in den 80er-Jahren zum Kulturzentrum umgebaut und auch nach der Wiedervereinigung noch einige Zeit so genutzt. Heute ist es wieder in Privatbesitz. Seit 1994 werden vom Kinder- und Jugendbauernhof Nickern Projekte für Kinder und Jugendliche angeboten. Die Einrichtung, die Kindern die Begegnung mit Tieren und Erlebnisse in der freien Natur ermöglicht, wird jährlich von der Stadt mit rund 130.000 Euro gefördert.