Strehlen
Strehlen entstand als slawisches Dorf am Kaitzbach und wurde im Jahr 1288 erstmals erwähnt. Das größte Problem der örtlichen Bevölkerung waren die häufigen Überschwemmungen des Kaitzbaches, welcher die Fluren bis zur Stadtgrenze unter Wasser setzte.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Strehlen vom Bauerndorf zum bevorzugten Wohnort der Dresdener Oberschicht. Bis 1900 entstanden zahlreiche Villen an der Tiergarten- und Wiener Straße. Als neues Geschäftszentrum entwickelte sich ab 1870 der Wasaplatz. Auch der sächsische König Albert ließ sich Ende des 19. Jahrhunderts eine Villa in Strehlen erbauen.
1892 wurde Strehlen eingemeindet, bald darauf wurde der Kaitzbach kanalisiert und der Ortskern durch ein Rückhaltebecken vor Überschwemmungen geschützt.
Das bedeutendste Bauvorhaben war die 1905 errichtete Christuskirche auf dem höchsten Punkt der Ortsflur. Um die Kirche herum sind noch einige sehr schöne historische Gehöfte erhalten.
Bekannt ist auch das im Jahr 1910 erbaute ehemalige Pädagogische Institut am Weberplatz, zu dessen bekanntesten Absolventen der spätere Schriftsteller Erich Kästner gehörte. Heute ist in diesem Gebäudekomplex die Fakultät Erziehungswissenschaften der TU Dresden untergebracht.